‚Erdbeerkörbchen‘ sagt Ihnen was?
05. Juni 2026
Ja, Polo-Shirt unterm Jackett, schwierig, schwierig. Hat gleich so Sascha-Hehn-Vibes, man möchte direkt in ein weißes Golf Cabrio springen und die Nachtschwester vom Frühdienst abholen. Naja, Sie wissen, was wir meinen, vielleicht auch nicht, jedenfalls: kein Hemd zu tragen, gerade eben unter einer Jacke, ungewohnt. Schon alleine, weil am Handgelenk die Manschette fehlt, Störgefühl Kurzärmlichkeit. Aber es geht ja noch weiter: Ton in Ton ist für uns sonst auch undenkbar. Wir sind doch keine Designer oder Architekten. Nichts gegen diese Berufsgruppen, ganz im Gegenteil, großer Respekt, große Sympathie, aber alles immer in einem monochromatischen Rahmen zu halten, ist eben einfach nicht unsere Idee. Oder vielleicht doch?
Weil: Jackett „Louis“ ist da. Darum soll’s hier eigentlich gehen, Einleitung diesmal versehentlich zu lang, aber nun, egal, weiter im Text. „Louis“ also. Schöne Leinenjacke, dunkelblaues Fischgrät, leicht, sommerlich, knitterig, lässig, leinig. Es kam bei uns letzte Woche an und dann wurde uns zugerufen: „Zieht das mal an und macht davon Fotos“, und das haben wir dann natürlich auch gemacht.
Und weil es letzte Woche so südostasiatisch-schwülwarm war, trugen wir Polo-Shirt und Chino. Die neue, die sehr weite, die Acht (8). Sehr casual alles, aber wie gesagt, es war warm bei uns oben unterm Dach. Gut, wir warfen die Leinenjacke dann also einfach über, sind Mittagessen gegangen und haben dabei gedacht: Sieht doch gar nicht so falsch aus. So gar nicht Schwarzwaldkliniklich oder Erik-Spiekermann-steht-am-Heidelberger-Cylinderig. Es war, ganz ehrlich, einfach ein guter, unaufgeregter, runder Look, so dunkelblau in dunkelblau in dunkelblau.
Also haben wir Tatar gegessen und Fotos gemacht. Und das Ergebnis sehen Sie jetzt hier. Gute Bilder, guter Anblick, guter Style. Oder Stil? Auch das, vermutlich. In den Worten von Elke Heidenreich: „Tja“.